Unsere Gemeinde

 

 


Gemeinde Niederbuchsiten

Die Gemeinde Niederbuchsiten ist eine aufstrebende Wohngemeinde am Jurasüdfuss im Bezirk Gäu. Die Gemeinde ist mit einer Fläche von 549 ha und rund 1000 Einwohnern die kleinste der Gäuer Gemeinde. Davon sind 193 ha Wald, der von der Bürgergemeinde bewirtschaftet wird. Die wirtschaftliche Entwicklung, bedingt durch die zentrale Lage am Autobahndreieck der A1, prägt die ganze Region. Niederbuchsiten hat aber ihren ländlichen Charakter und die gute Wohnqualität bewahrt. Das Wohngebiet erstreckt sich mit dem eigentlichen Dorfkern in der Ebene zur erhöhten Allmend bis zum Wiler Schweissacker.
In der Geschichte werden Nieder- und Oberbuchsiten als Buxuta bereits in den ersten Jahrhunderten als zwei kleine Siedlungen getrennt durch den alten Dünnernlauf erwähnt. Buxus zu Deutsch Buchsbaum hat auf ein grosses Buchsvorkommen in unserer Gegend hingewiesen und den Gemeinden den Namen gegeben. Die beiden Teile waren bei der Schälismühle durch die Dünnernbrücke verbunden. Die Schälismühle wird zur Zeit für neue Aufgaben saniert und durch die Genossenschaft betrieben. Das schöne Gebäude soll wieder Kulturstätte werden.
Im 13. Jahrhundert hat es in unserer Gemeinde die erste Kapelle gegeben, die Sankt Nikolaus von Myra geweiht war. Daher kommt auch unser Gemeindewappen, das rote Buch mit Goldschnitt und den drei goldenen Aepfeln darauf. Seit 1935 steht unsere schöne Sankt Nikolaus Kirche an dem Platz der Kapelle. An der Frontseite des 35 Meter hohen Kirchturmes ist die Statue des Kirchenpatrons ersichtlich.  Südwestlich der damaligen Kapelle wurde 1806 das heutige Pfarrhaus mit der Gartenanlage gebaut. Der Gedenkstein zeigt das Symbol des St. Nikolaus, das Dorfwappen und die Jahrzahl.
Mit dem Dorfbrunnen im Zentrum von Niederbuchsiten gedenken wir dem Untervogt und Bauernführer Adam Zeltner, der 1653 im Bauernkrieg enthauptet wurde. Im Dorfkern können heute noch die schönen Wohngebäude aus damaliger Zeit gesehen werden. Aus früher Zeit stammen zwei Sodbrunnen die gut erhalten zu sehen sind. Der eine steht beim neuen Schulhaus und ist rund 12,30 Meter tief. Der zweite steht im Oberdorf bei der Gemeindeverwaltung und ist auch ca. 10 Meter tief angelegt.
Die Zeitabschnitte haben Siedlung und Gebäude, Wasserläufe und Strassenzüge gezeichnet. Die Gesamtheit des Ortsbildes, des Geländes, der baulichen Formen der Konturen, der Gebäudegruppen, die Durchsetzung mit Hofstatten und Fluren geben dem Dorf die Gestalt und die Unverwechselbarkeit. Der Dorfkern steht seit November 1986 mit 33 weiteren Solothurner Gemeinden im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS). So sind heute im Dorfkern einige bemerkenswerte Bauten zu sehen. Dazu gehören die beiden Landgasthöfe Sonne und Linde, die bereits in frühen Jahren als Tavernen geführt wurden. Sie sorgen für das gesellschaftliche und leibliche Wohl und sind weit herum für eine hervorragende Küche bekannt.
Von einer ehemals stark landwirtschaftlich dominierten Bauergemeinde hat sich unser Dorf zu einer Wohngemeinde mit bester Wohnqualität entwickelt, wobei das schöne Naherholungsgebiet (mit Bächen, Weiden und Wälder) erhalten werden konnte. Die erhöhte Lage der Allmend dient zahlreichen Wanderer aus Nah und Fern für den Spaziergang mit bester Fernsicht auf die Berge. Aber auch das gut ausgebaute Wegnetz im Waldgebiet ermöglicht den Kontakt zur freien Natur. Idyllische Plätze finden wir auch entlang des Dorfbaches. Der Krebskanal und der Mittelgäubach fliessen westlich im Dorf zusammen und werden als ein Gewässer fortgeführt. Ob zu Fuss oder auf Rädern bietet ein grosses Flurwegnetz die Möglichkeiten sich in schönster Landschaften zu erholen.
Waren es vor zwanzig Jahren noch deutlich über 25 Bauernbetriebe, sind es heute doch wesentlich weniger. Dabei hat sich aber klar die Grösse der Betriebe geändert und die Produkte haben sich aus der mehrheitlichen Milchwirtschaft zur Produktion des Ackerbaues und den Gemüseanbau gewandelt.  Die Dorfladen im Ober- und Unterdorf sind nicht nur Einkaufsstätten sondern wichtige Treffpunkte. Zudem bieten viele Landwirtschaftsbetriebe aktiv die eigenen Produktionen direkt ab dem Bauernhof an. Dies ist viel persönlicher, gemütlicher als der Besuch der grossen Einkaufszentren.



 

Als Industrie- und Gewerbebetriebe haben wir in unserem Dorf einige Spezialitäten zu bieten. Darunter Berühmtheiten wie die Jura, die sich mit dem neuen Servicekonzept der %u201Egläsernen Fabrik%u201C als Kaffeeprofi der Branche erweist. Aber auch die Wintergärten von Wigasol, den Metallguss von Koguss,  die Unterhaltungselektronik von HISTO, die Elektromaschinen der APS oder etwa Zweiräder von Bike2000 sind wichtige Produkte und Dienstleistungen von Gewerbebetrieben unserer Gemeinde.
Der Gemeinde steht eine gute Infrastruktur mit neuen Kindergarten, der Primarschule, den Sportanlagen, dem Alters- und Pflegheim, der Feuerwehr und der Verwaltung zur Verfügung. Das Verwaltungsgebäude im Oberdorf basiert auf der Baute, die im Jahre 1840 als erstes Schulhaus errichtet wurde. Nach Bezug des neuen Kindergartens wurde das sanierte Gebäude der neuen Aufgabe übergeben.  
Das kulturelle Dorfleben wird stark durch unsere Vereine geprägt. Die Dorfchilbi hat 20 Jahre Tradition und findet alljährlich anfangs August im Dorfkern statt. Aber auch weitere Anlässe unserer Dorfvereine beleben die Gemeinschaft aktiv und stellen ein gutes Angebot an Freizeitbeschäftigungen für Jung und Alt. Die Erfolge unserer Vereine werden immer wieder an Wettkämpfen auf kantonaler und sogar eidgenössischer Ebene erfolgreich unter Beweis gestellt.

Aktivitäten und Ausblick
Durch eine rege Bautätigkeit im Wohngebiet wird die Erweiterung der Bauzone sicherlich in nächster Zeit aktuell werden. Aber auch die weitere Planung und Erschliessung des Industrie- und Gewerbegebietes werden vorangetrieben. Interessierte Firmen mit einem guten Angebot an Arbeitsplätzen sind bei uns willkommen. Die regionale Planung für die Weiterentwicklung des Marktplatzes Gäu, aber auch für die regionale Zusammenarbeit in den anderen kommunalen Aufgaben ist gestartet und wird sicherlich für die Zukunft eine wichtige Aufgabe der Gemeinden bilden.    
Die Gemeindeinfrastruktur im Bereich der Strassen, Wasser-, Abwasser- und Stromnetz ist gut ausgebaut. Für diese Anlagen wird dem Unterhalt vermehrt Beachtung geschenkt.  Für den Abwasserbereich bildet das neu erstellte GEP die Basis. Durch den Ausbau des Wilers Schweissacker wird die Quellwasserversorgung knapp, deshalb drängt sich der Anschluss an das Gemeindenetz auf. Die Gemeinde verfügt über eine gute Infrastruktur die nach Bedarf weiter ausgebaut werden kann. Investitionen finden im Unterhalt dieser Anlagen und im Zweckverband der Kreisschule Gäu mit dem Neubau in Neuendorf statt. Die Feuerwehr hat eine junge Mann-/Frauschaft etabliert und benötigt ein Materialfahrzeug für den raschen Bezug der Gerätschaften. Die Gemeindefinanzen weisen eine geringe pro Kopfverschuldung von Fr. 388.- auf. Dies mit dem guten Steuerfuss von 120%. Die geforderten Rückstellungen bei den Spezialfinanzierungen wirken sich auf die Unterhaltskosten und Investitionen positiv aus.
Trotz der starken Entwicklung der ganzen Region Gäu wird unser Dorf als attraktive Wohngemeinde mit einer sehr guten Lebensqualität den ländlichen Charakter beibehalten. Das Wachstum der Gemeinde bleibt verträglich. Die Werte der Natur als Naherholungsgebiet sind uns sehr wichtig. Unsere zentrale Lage nutzen wir für die kurze Anfahrt in die Markt- und Wirtschaftszentren.    


Die Gemeinde Niederbuchsiten freut sich auf ihren Besuch und wünscht Ihnen einen schönen Aufenthalt in unserem Dorf.

Niederbuchsiten, 26. Oktober 2004/MZe